Kaffeevollautomat entkalken: wie oft, womit und warum

Ein Kaffeevollautomat sollte entkalkt werden, sobald er es anzeigt, bei hartem Wasser eher früher. Wer das regelmäßig mit dem Mittel aus der Bedienungsanleitung macht, verhindert die häufigste Ursache für Schäden an Pumpe und Thermoblock.

Warum Kalk das Problem Nummer eins ist

Im Thermoblock wird das Wasser in Sekunden auf Brühtemperatur gebracht. Dabei fällt Kalk aus und setzt sich an den Wänden der engen Kanäle fest. Mit jedem Belag wird der Durchlass kleiner und die Wärme kommt schlechter im Wasser an.

Die Folgen zeigen sich schleichend: Der Kaffee wird lauwarm, der Bezug dauert länger, die Pumpe arbeitet hörbar gegen den Widerstand. Irgendwann sitzt ein Ventil fest oder die Pumpe gibt auf. Ein großer Teil der Maschinen, die mit „kein Wasser“ oder „zu kalt“ in die Werkstatt kommen, hat im Kern ein Kalkproblem.

Wie oft entkalken?

So oft, wie das Gerät es anzeigt. Die Anzeige rechnet mit der Wassermenge und der eingestellten Wasserhärte. Stimmt die Einstellung nicht, kommt die Aufforderung zu spät. Deshalb lohnt es sich, die Härte einmal mit einem Teststreifen zu messen und im Menü einzutragen.

In Deutschland gilt Wasser unter 8,4 Grad deutscher Härte als weich, zwischen 8,4 und 14 als mittel und darüber als hart. Den Wert für den eigenen Ort nennt der Wasserversorger, meist auf seiner Website. Ein Wasserfilter im Tank verlängert die Abstände deutlich, ersetzt das Entkalken aber nicht ganz.

Womit entkalken?

Am sichersten ist das Mittel, das in der Bedienungsanleitung steht. Die Programme der Hersteller sind auf Menge, Einwirkzeit und Konzentration genau dieses Mittels abgestimmt.

Essig ist für Vollautomaten ungeeignet: Er greift Dichtungen und Schläuche an, und der Geruch bleibt lange. Auch von Zitronensäure raten viele Hersteller ab, weil sie beim Erhitzen schwer lösliche Rückstände bilden kann.

So läuft das Entkalken ab

  1. Wasserfilter aus dem Tank nehmen, wenn die Anleitung es verlangt. Sonst sättigt der Entkalker den Filter statt das Gerät.
  2. Entkalker und Wasser in der angegebenen Menge in den Tank füllen.
  3. Ein ausreichend großes Gefäß unter Auslauf und Dampfdüse stellen.
  4. Das Entkalkungsprogramm starten und bis zum Ende laufen lassen, auch das Spülen danach.
  5. Tank gründlich ausspülen, frisches Wasser einfüllen, Filter wieder einsetzen.

Woran man merkt, dass es zu spät ist

Brummt die Pumpe, ohne dass Wasser kommt, oder bleibt der Kaffee auch nach dem Entkalken kalt, hat der Kalk meist schon ein Bauteil festgesetzt. Dann hilft ein weiterer Durchgang selten. In solchen Fällen muss das Gerät geöffnet werden.

Häufige Fragen

Muss der Wasserfilter vor dem Entkalken raus?

Bei den meisten Geräten ja, sonst bindet der Filter den Entkalker und das Gerät wird nicht richtig entkalkt. Die Bedienungsanleitung sagt es für das jeweilige Modell genau.

Was passiert, wenn das Entkalken abbricht?

Viele Geräte bleiben dann gesperrt, bis das Programm vollständig durchgelaufen ist. Das Programm neu starten und danach gründlich spülen, damit kein Entkalker im Wasserweg bleibt.

Kann man das Entkalken aufschieben?

Ein paar Tage schaden nicht. Wochenlang aufgeschoben, setzt sich der Kalk fest, und dann reicht ein Entkalkungsprogramm oft nicht mehr.

Hilft das nicht weiter?

Marke, Modell und was die Maschine macht. Dann lässt sich meist schon vorab sagen, woran es liegt.

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