Warum die Brühgruppe Pflege braucht
In der Brühgruppe wird das Kaffeepulver gepresst und aufgebrüht. Dabei bleiben feines Mehl und Kaffeefett zurück. Mit der Zeit verklebt das die Führungen, der Kolben läuft schwerer, und irgendwann blockiert die Einheit. Dazu kommt der hygienische Aspekt: feuchter Kaffeesatz ist ein guter Nährboden für Schimmel.
Herausnehmbar oder fest eingebaut
Bei den meisten Marken lässt sich die Brühgruppe herausnehmen, etwa bei De'Longhi, Siemens, Bosch, Saeco, Philips, Melitta und Nivona. Sie sitzt hinter einer Serviceklappe an der Seite oder vorn.
Bei Jura ist die Brühgruppe fest eingebaut. Dort erledigt das Reinigungsprogramm mit Reinigungstabletten die Pflege, und das Gerät meldet von selbst, wann es so weit ist.
So geht es bei herausnehmbarer Brühgruppe
- Gerät ausschalten und die Serviceklappe öffnen.
- Brühgruppe nach Anleitung entriegeln und herausziehen.
- Unter lauwarmem, fließendem Wasser abspülen, ohne Spülmittel.
- Kaffeereste aus dem Schacht im Gerät entfernen, etwa mit einem Pinsel oder Tuch.
- Die Brühgruppe vollständig trocknen lassen.
- Wenn die Anleitung es vorsieht, die Führungen mit lebensmittelechtem Fett schmieren.
- Wieder einsetzen, bis sie hörbar einrastet.
Wie oft?
So oft, wie die Bedienungsanleitung es empfiehlt. Bei Geräten, die viel laufen, schadet ein wöchentliches Abspülen nicht. Wichtiger als die genaue Zahl ist, dass es regelmäßig passiert.
Wenn sie klemmt
Lässt sich die Brühgruppe nicht herausnehmen oder nicht einsetzen, steht sie meist nicht in der Grundstellung. Oft hilft es, das Gerät aus- und wieder einzuschalten, damit es die Einheit in die Ausgangslage fährt. Mit Gewalt zu arbeiten, bricht die Kunststoffführungen. Klemmt sie weiter, ist das ein Fall für die Werkstatt.